Mi, 30.10.2013

Kata-Weltmeisterschaften im Mutterland des Judo

Billmeir & Billmeir aus Garmisch-Partenkirchen in Kyoto

Das Paar aus Bayern ist nicht mehr weit von der internationalen Spitze entfernt

 

Marion und Jürgen Billmeir bei der Demonstration von Naname Tsuki

Am 19./20. Oktober fanden in Japan, dem Mutterland des Judo, die Kata-Weltmeisterschaften statt. Mit insgesamt 113 Kata-Paaren aus 34 verschiedenen Ländern war die Veranstaltung sehr gut besucht, und zum ersten Mal waren dabei alle fünf Kontinente vertreten.

Der Deutsche Judobund schickte insgesamt sieben Paare nach Kyoto, wobei verletzungsbedingt leider nur sechs Paare an den Start gehen konnten. Aus Bayern waren Marion und Jürgen Billmeir vom TV-Garmisch als einziges Paar nominiert. Sie durften in ihrer Paradedisziplin Kodokan Goshin jutsu starten. Bereits nach der Auslosung am Freitagabend war ersichtlich, dass es sehr schwer werden würde, in diesem Jahr eine gute Platzierung zu erreichen. Gleich der erste Blick auf die Wettkampflisten zeigte, dass die beiden wieder einmal als erstes Paar auf die Judomatte mussten.

„Irgendwie scheinen wir diesen Startplatz magisch anzuziehen, aber gut lässt sich ja auch nicht ändern, dann muss unsere Leistung halt umso besser sein“ meinte Billmeir nachdenklich. Doch auch die Konkurrenz in der eigenen Vorrundengruppe war namhaft. Neben den Topfavoriten aus Japan – die später auch wie erwartet Weltmeister wurden – waren gleich mehrere Paare mit im Pool der beiden Bayern, die schon in den vergangenen Jahren immer mit um die Medaillen gekämpft hatten.

Mit einer sehr guten Demonstration eröffneten die beiden dann am Sonntagmorgen den Wettbewerb. Trotz einer technisch guten Vorstellung wurde schnell klar, dass es für eine Teilnahme am Finale leider nicht reichen würde. Am Ende wurde es ein sehr guter 6. Platz in der Vorrundengruppe. Es qualifizierten sich jedoch nur die ersten drei Paare beider Vorrundengruppen für das Finale. Dennoch können die beiden mit Ihrer Leistung sehr zufrieden sein. „Wir haben uns im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal deutlich gesteigert und sind von der internationalen Spitze nicht mehr weit weg“ zogen Marion und Jürgen als Fazit nach der Veranstaltung.

In den kommenden Wochen stehen noch zwei internationale Turniere sowie die deutschen Pokalmeisterschaften an, bei denen sich die beiden jeweils gute Chancen auf die Medaillenränge ausrechnen. Mit Stefan Bernreuther war auch noch ein weiterer Bayer in Kyoto. Der DJB-Kata-Referent fungierte dort als einer der zwei deutschen Wertungsrichter.

Magnus Jezussek
Kata-Beauftragter des BJV

Ich mache Judo, weil…

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... weil ich mich dabei richtig auspowern kann und weil mein Verein für mich wie eine riesige Familie ist.

Sandra, 15, FC Hohenthann

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